Wer sagt …

… dass ich immer stark sein muss

… dass ich immer nett sein muss

… dass ich immer schlau sein muss

… dass ich immer hübsch sein muss

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… dass ich nicht verletzlich sein darf

… dass ich nicht überfordert sein darf

… dass ich nicht verunsichert sein darf

… dass ich nicht verzweifelt sein darf

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Hiermit erlaube ich mir, mich so fühlen zu dürfen wie es mir tatsächlich gerade geht, ganz ohne äußere Erwartungshaltungen.

Viele Grüße Theia 🌙

Wahrheit tut manchmal weh

Manchmal tut es weh, wenn wir aus unserem Traum aufgerüttelt werden. Aus unserer kuscheligen, schnuckeligen Welt aufwachen sollen, in der alles so schön ist, man sich überglücklich fühlt und vor Freude die Bäume umarmen könnte.

Und dann steht man vor einem Scherbenhaufen, der für einen Moment ein liebendes Herz war…

… Doch bringen Scherben nicht auch Glück?

Werden in China nicht zerbrochene Porzellantassen wieder mit Gold zusammengefügt?

Sind diese Tassen danach nicht noch wertvoller als zuvor?

Wenn unsere Gefühlswelt in Chaos gerät, haben wir dann nicht die Chance uns komplett neu zu sortieren? So wie die Raupe sich erst einmal auflöst, um dann durch die Methamophose zum Schmetterling zu werden?

Einige Gefühle kommen vermeintlich als Liebe daher, doch sind oft eine gelernte Rückkopplung und Widerspiegelung unserer Erfahrungen und Verletzungen.

Ich habe jemanden getroffen, der bei mir schnell alle Lichter angeknipst und sich in mein Herz gemogelt hat. Doch es waren toxische Gefühle, denn sie ließen mich viel kleiner fühlen, als größer. Alles drehte sich in meinem Kopf nur um ihn. Mein Herz war in Daueraufregung. Es fühlte sich innerlich an wie Silvester: viele bunte Raketen schossen in den Himmel. Ich quasi gleich mit. Doch mir ging die Bodenhaftung verloren…

Diese Situation habe ich mit meiner Therapeutin bearbeitet und gelernt: Werde ich von einem Mann sehr schnell mit Charme umhüllt, so dass ich daraufhin abhebe und immer wieder den Kontakt zu ihm suche, dann ist es für mich eine „Red flag“. Ein deutliches Zeichen, dass mein Gegenüber starke narzistische Züge aufweist und ich lieber mehr Distanz als Nähe suchen sollte.

Das Bezaubertsein fühlt sich tatsächlich sehr berauschend und lebendig an und genau hier liegt die Gefahr. Es wird schnell mit positiven Attributen in Verbindung gebracht und der kritische, souveräne Blick geht verloren. Als Metapher: der Flug mit der Rakete fühlt sich aufregend an. Doch wenn man kein Astronaut ist, der sie steuern kann, kommt es zu einer gefährlichen Bruchlandung. „Raketengefühle“ sind zu schnell und intensiv und nicht gesund. Gesund ist eine leichte innere Freude, die langsam entsteht und bei der die Füße fest auf dem Boden stehen bleiben.

Für das innere Kind ist es so als ob es zum ersten Mal ein Eis isst. Es schmeckt so schön süß und es kühlt. Der Zucker löst viele Glücksgefühle aus. Das innere Kind möchte ab sofort nur noch Eis essen… Doch es wäre sehr ungesund und würde krank machen. Es wäre besser für das innere Kind süßes gesundes Obst zu essen. Das Obst stärkt mit seinen Vitaminen Körper, Geist uns Seele und schadet ihm nicht. Mal ein kleines Eis ist okay. Dann braucht es eine Pause bevor es das nächste bekommen kann. So kann das Kind lernen mit den großen euphorischen Gefühlen (als Reaktion auf den Zucker) umzugehen.

Wer bis hierher gelesen hat, dem danke ich für seine Zeit und seine Aufmerksamkeit. Gerne kann ein „gefällt mir“ oder ein Kommentar hinterlassen werden. Liebe Grüße Theia 🌙

Sichtbarkeit

Manchmal sehen wir uns gezwungen uns hinter einer Fassade zu verstecken. Aus Angst vor Ablehnung?

Manchmal müssen wir uns davor schützen verletzt zu werden.

Und manchmal ist der Wunsch da, mit all seinem Kummer und seinen Sorgen gesehen und getröstet zu werden.

Manchmal wollen wir nur sehen, dass es dem Anderen gut geht und wir uns um ihn keine Sorgen machen müssen.

Wirklich sichtbar sein zu wollen braucht viel Mut und positive Rückmeldung.

Was behaltet Ihr für Euch?
Was würdet Ihr gerne mehr teilen?

Viele Grüße
Theia 🌙

Affirmation # 3: Ich kann’s doch!

Affirmation #3: Ich kann’s doch!

Affirmationen, kleine prägnante Sätze, helfen mir im Alltag, wenn es stressig wird, wieder ins innere Gleichgewicht zu finden. Die dritte Affirmation heißt: „Ich kann’s doch!“ Hilft schnell gegen Selbstzweifel und Ohnmachtsgefühle.

Morgens wenn der Wecker klingelt, denke ich als berufstätige Mutter, dass ich einfach zu müde bin um aufzustehen. 30 Minuten später finde ich mich am Frühstückstisch wieder. Ich kann’s doch! Soll ich nach dem Aufstehen wirklich gleich die Yogamatte ausrollen? 5 Minuten später stehe ich im Adho Mukha Svanasana (im Herabschauenden Hund). Ich kann’s doch!

Unser Verstand erlegt uns Grenzen auf, die nur in unserem Kopf existieren. Unser Körper weiß es oft besser. Er macht die Dinge einfach. (Just do it) Widerstände im Mindset beruhen oft auf alten Glaubenssätzen oder frühen Erfahrungen, die nicht gut für uns waren. Um aus dieser Kiste herauszukommen hilft es sich an Herausforderungen zu erinnern, die man erfolgreich gemeistert hat.

Eine andere Möglichkeit bietet der Spruch: „Man wächst mit seinen Aufgaben.“ Ob im Beruf oder im Privaten können neue Aufgaben, die einen leicht höheren Anspruch haben als der gewohnte Alltag, sehr beflügeln:

ein neues Küchenrezept ausprobieren

– mehr Verantwortung im Job übernehmen

– um Hilfe bitten wenn man etwas alleine nicht schafft

– seine Gefühle und Bedürfnisse spüren und mitteilen

– in eine fremde Region fahren und sich dort zurecht finden, …

Nachdem es geschafft ist, werden viele Glückshormone und Dopamin freigesetzt. Nach getaner Arbeit werden wir belohnt, wenn wir den Schritt ins Neuland gewagt haben. Das fällt oft nicht leicht, weshalb wir diesen meist meiden. Wie es so schön heißt: „Vor den Erfolg haben die Götter, den Schweiß gesetzt.“

Affirmation #3

Wir können so viel mehr, als wir denken: wir sind viel kreativer, intelligenter, mutiger und talentierter. Uns nimmt unsere innere Begrenzung viel Freude und Raum für schöne Erfahrungen. Sie nimmt uns die Farbe aus den Bildern und die Melodie aus den Liedern.

Perfektionismus ade! Ich kann’s doch! Selbstzweifel und Versagensängste: lebe wohl! Ich habe ein Studium trotz Handicap geschafft. Ich bin eine stolze Mutter geworden und haben einen angesehenen und erfüllenden Job. Ich war tief am Boden und habe mich wieder aufgerappelt. Ich kann’s doch! Es gibt schwere Tage, die ich überstehen kann, weil ich weiß wie viele gute Tage ich erleben durfte und erleben werde.

Sag‘ niemandem „Du kannst das nicht.“ Frag‘ ihn: „Wie willst Du es schaffen?“ oder: „Wie kann ich Dich dabei unterstützen?“. Wie soll man herausfinden wozu man fähig ist, wenn man sich nicht ausprobieren kann? Man kann doch auch scheitern. Das kann man aushalten und lernen: „Aha, so geht es also nicht.“

Der Satz Ich kann’s doch! verleiht Selbstvertrauen und beflügelt, er ermutigt und bestärkt in der Selbstwirksamkeit, er verwurzelt Dich im Hier und Jetzt und gibt die Kraft um weiter zu wachsen.

Was bestärkt Dich hier und heute?

Liebe Grüße, Theia 🌙

Innenansicht und Heilungsweg

Wenn einem Kummer, Schmerz und Leid vertraut sind und Freude wenig Platz findet, trägt die Seele tiefe Wunden…

Manche Wunden sind sehr tief. Deren Heilungsweg fühlt sich so an als würde man als blinder Bogenschütze versuchen die Mitte einer Zielscheibe zu treffen.

📷: Pixabay.com

Ich denke, dass ein Blinder es lernen könnte:

  • mit sehr viel Übung,
  • mit einem guten Trainer,
  • mit viel Geduld,
  • mit einem starken Willen und
  • mit Selbstvertrauen.

Es müsste beim Training aber auch das Umfeld gesichert sein, denn Pfeile eines Bogenschützen können anfangs sehr von der gewünschten Richtung abweichen.

Freude. Sie kann eine starke Emotion sein, die einen großen Schrecken einzujagen vermag. Und doch ist sie für uns als Richtschnur durchs Leben so wichtig. Die Freude lässt uns gut fühlen und uns mit anderen Menschen verbinden. Folgen wir der tiefliegenden Freude finden wir Glück, Erfolg, Gesundheit und Wohlstand.

Ich merke, dass ich am Tag mehr als die Hälfte mit düsteren Gedanken verbringe. Kummer und Leid fühlen sich für mich vertraut und damit sicher an. Und doch wünsche ich mir mehr Freude und Leichtigkeit für mein Umfeld und für mein Leben.

Nun geht gerade die Verhaltenstherapie zu Ende, die ca 3 Jahre ging. Meine Psychologin ist eine wundervolle Trainerin und Begleiterin in schwierigen Zeiten gewesen. Sie ist ein Mensch, der meine Stärken gesehen und mir zugehört hat und dem ich mich öffnen konnte. Sie hat außerdem für die Therapieeinheiten ein sicheres Umfeld geschaffen. Ich werde sie sehr vermissen und trage viele gute Erinnerungen und viele positive Erfahrungen in meinem Herzen.

Um das Bild des „blinden Bogenschützen“ noch einmal aufzugreifen: Ich kann am Ende der Therapie vielleicht wieder ein paar Umrisse erkennen und bin nicht mehr „ganz blind“. Mit dem Pfeil würde ich mittlerweile vielleicht die Zielscheibe am Rand treffen, ohne dass er gänzlich daneben fliegt. Es konnten viele Wunden heilen und meine Lebensqualität hat sich deutlich verbessert.

Und doch ist ein Heilungsweg und ein Lernprozess. Jeder Tag, der nach einer schweren Zeit vergeht, wird es ein kleines bisschen besser und leichter. Es kommt der Frühling, es kommt der Sommer, es kommt der Herbst und zuletzt der Winter. Und schon sind 365 Tage vergangen an denen man gewachsen und weiter geheilt ist.