Einordnen

Jede Farbe für sich hat seinen eigenen, individuellen Platz im Farbenkreis oder auch im Regenbogen. Alle Farben sind gleichwertig und bestehen nebeneinander. Das macht unsere Welt so schön bunt.

Auch ein Baum hat einen festen Platz für jeden Ast, jeden Zweig und jedes Blatt. Und jeder Baum hat seinen Platz im Wald umgeben von seinesgleichen.

Genauso haben wir unseren individuellen Platz in der Gesellschaft. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar. Jeder Mensch ist gleich viel wert. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns in die Gruppe „Mensch“ einordnen und uns nicht über Andere stellen uns aber auch nicht Anderen unterwerfen. Eben ein würdevolles Miteinander auf Augenhöhe.

Als ich viele Wochen in der Klinik war, hatte mein Vater mich fast täglich besucht. Und ich meinte einmal zu ihm, dass ich mich besser UNTERordnen müsse (die Krankheit und die Medikamente führten manchmal zu komischem Verhalten).

Darauf antwortete mein Vater:
„Du musst Dich EINORDNEN,
aber nicht UNTERORDNEN“

An diesen Satz habe ich mich immer wieder mal erinnert. So auch heute, und ich finde ihn noch immer sehr wertvoll.

Auch wenn wir uns in die Gesellschaft integrieren, heißt es nicht, dass wir unsere Individualität ablegen müssen. Sondern wir verstehen, dass ein Rot noch besser ein Rot sein kann, wenn es sich neben einem Gelbton befindet.
Jeder Mensch ist wichtig und jeder Mensch zählt, damit es keine Lücke im Farbenkreis gibt.

Alles Gute und eine farbenfrohe Woche
wünscht Theia 🌙

Eine romantische Kurzgeschichte

Sie lagen am Strand, mit geschlossenen Augen. Sie lauschten dem Wasser und spürten die warme Sonne auf ihren Gesichtern. Er zog sie noch ein Stückchen mehr an sich heran, um ihren Duft besser wahrnehmen zu können und sie näher bei sich zu haben. Sie mochte es über seine weichen, lockigen, dunklen Haare zu streichen und sein Lächeln auch mit geschlossenen Augen zu sehen.

Es hat sehr lange gedauert bis sie das Vertrauen in die Liebe und eine glückliche Beziehung wiedergefunden hatte. Lange konnte sie es sich nicht mehr vorstellen. Zu sehr hatte ihr Herz unter ihrer letzten Trennung gelitten. Wie sie feststellte, hatte sie einen Hang zu Männern, die keine gesunden Beziehungen führen konnten. Wie sollte sich das ändern? Ihre innere Schablone schien sie immer die gleichen Fehler machen lassen, die sie wohl aus Kindheitstagen mitbekommen hatte.

Doch dann sah sie ihn in einem Café vertieft in eine Zeitung. Es gab keinen freien Platz, nur der Stuhl neben ihm war frei. Normalerweise wäre sie weitergegangen, denn sie traute sich nicht jemanden anzusprechen. Aber dieses Mal blieb sie ruhig und entspannt stehen und fragte, ob der Platz noch frei wäre. Als er von der Zeitung aufschaute, sah sie in wunderschöne braune Augen. Jetzt wurden ihre Knie doch weich. Als er mit einem umwerfenden Lächeln bejahte, setzte sie sich schnell hin, bevor sie den Halt verlor.

Nun saß sie vor den wunderschönen braunen Augen und bekam kein Wort heraus. Zum Glück kam der Ober und sie konnte einen Kaffee ohne Koffein bestellen. Das Koffein hätte ihr Herz nur noch stärker schlagen lassen, aber auf den Geschmack wollte sie nicht verzichten. Er sagte: „Ein Kaffee ohne Koffein ist kein Kaffee!“ An seinem Akzent und seiner Aussage merkte sie, dass er Italiener war. Langsam brach das Eis zwischen den beiden. Sie fragte: „Woher kommen Sie? Was führt Sie nach Deutschland?“ „Wir können gerne ‚Du‘ sagen. Ich komme aus Rom und habe Medizin studiert. In Deutschland absolviere ich meine Facharztausbildung und bin im Krankenhaus als Assistenzarzt tätig.“ Seine Augen strahlten, als er davon sprach. Sie erzählte von ihrem abgeschlossenen Journalismusstudium und ihrer Arbeit bei einem deutschen Reportagemagazin. Ihr Gespräch wurde immer lockerer und lustiger. Sie lachten und aßen und tranken. Es wurde später, doch keiner wollte sich verabschieden. Am liebsten hätte sie die Zeit angehalten. Obwohl es schon längst dunkel geworden war, genossen beide die laue Sommerluft und die charmante Unterhaltung. Als das Café schließen wollte, schaute er ihr tief in die Augen und fragte fast schüchtern, ob sie mit ihm noch am Flussufer spazieren gehen würde. Sie musste nicht lange überlegen. Sie lächelte und freute sich über diese Idee. Sie liebte das Wasser. Die Sterne und der Mond leuchteten hell am Himmel. Die hübschen Laternen säumten das Ufer.

Plötzlich spürte sie seine Finger an ihrer Hand. Es kribbelte im Bauch und im Herzen. Sollte bei ihr tatsächlich wieder ein Schwarm Schmetterlinge eingeflogen sein? Sie legte ihre Hand in seine. Seine Hand war warm und weich. Sie fühlte sich nach Heimkehr an. Sie liefen schweigend am Ufer entlang und schauten auf das Wasser. Worte brauchte es in diesem Moment nicht.

Als es deutlich kühler wurde, spürten beide, das der Abschied nahte. Sie waren müde und brauchten Schlaf. Plötzlich sagte sie: „Ich muss jetzt gehen, aber ich würde Dich so gerne wiedersehen. Lorenzo würdest Du mir Deine Telefonnummer geben?“ „Susann, ja, auf jeden Fall. Ich möchte Dich auch unbedingt wiedersehen.“ Lächelnd tauschten sie ihre Handynummern aus. Zum Abschied hauchte er ihr einen sanften Kuss auf die Wange, bevor jeder seinen Weg nach Hause ging.

Das war zwei Monate zuvor der Anfang, für sie ein bedeutender und mutiger Neuanfang.

Jetzt hatten sie sich näher kennengelernt und festgestellt, dass sie viele gleiche Interessen teilten. Sie verbrachten so viel Zeit wie möglich miteinander. Gerne waren sie zusammen am Strand, so wie heute. Sie legte ihren rechten Arm nun auch um seinen Oberkörper und lauschte seinem Atemrhythmus während das Wasser am Ufer fröhlich plätscherte…

Gönnen

Das Wort GÖNNEN finde ich so kraftvoll, wie schon im Beitrag vom 10. SEP 2022 beschrieben.

Es befreit uns von Neid und Eifersucht und schenkt uns ein positives, wohlwollendes und verbindendes Mindset.

Wenn wir anderen ihren Erfolg, ihr Ansehen, ihr Glück gönnen, dann öffnen wir ein Tor, um diese guten Dinge auch in unser Leben einzuladen.

Es ist auch eine schöne Geste, wenn wir uns selbst etwas Gutes gönnen.
Heute habe ich mir viel Schlaf und Ruhe gegönnt.

Was gönnst Du Dir heute?

Alles Gute Theia 🌙

More creating

Mein neues Credo lautet:
Mehr
selbst erschaffen, kreieren, schreiben, erstellen, fotografieren, lesen
Weniger
konsumieren, was andere kreiert haben, weniger Filme oder Serien schauen, weniger durch social media scrollen.

Wir lernen aus eigenen Erfahrungen besonders gut. Deshalb möchte ich mehr selbst kreieren und schauen, was passiert.

Wie uns schon Marketing Campagnen großer Konzerene zugerufen haben:
„Just do it“ and „Express yourself“ 😉

Ein schönes Wochenende
wünscht Theia 🌙

Liebe und Mut

Zwei Tugenden, die uns im Leben viele Türen öffnen.

LIEBE verbindet und schafft einen Raum des Wohlwollens mit uns und anderen. Sie verzeiht, sie kommt auf sanften Pfoten, sie schenkt uns Freundlichkeit, Milde, Demut und Güte.

MUT stärkt und gibt uns die Kraft Dinge zu tun, die in uns Angst auslösen und an denen wir wachsen werden. Er stärkt uns den Rücken, wenn wir vorwärts gehen und Vergangenes hinter uns lassen. Er hilft uns unsere Stimme zu erheben, wenn Unrecht geschieht. Er hilft uns Grenzen zu setzen, um unversehrt zu bleiben.

MUT und LIEBE mögen treue Begleiter auf unseren Wegen sein. Mögen sie ein Schirm sein, wenn es regnet. Mögen sie ein blumiger Duft sein, der an den Frühling erinnert, wenn kalter Winter ist. Und in einer Zeit der Traurigkeit und Wehmut, mögen sie uns eine hoffnungsvolle und beschwingende Melodie sein, die uns über diese Phase hinweghebt.

Ich wünsche allen ein LIEBEvolles und erMUTigendes Wochenende. Alles Gute Theia 🌙

Eltern: Gute Qualifikation

Eltern lernen in ihrer Rolle wichtige Fähigkeiten. Sie müssen sich und die Familie gut organisieren, z.B. Hausaufgaben erledigen, Kinder pünktlich zur Schule bringen oder abholen, die Bedürfnisse der Kinder stillen, für Erholung und schöne Freizeitaktivitäten sorgen, …

Eltern können nicht unendliche viele Überstunden leisten, da sie für ihre Kinder sorgen. Deshalb sind sie bei der Arbeit sehr fokussiert und erledigen ihre Aufgaben in der Regelarbeitszeit. Das bedeutet, dass sie meist sehr effektiv und effizient im Berufsalltag sind.

Ein Hoch auf alle Eltern und auf das, was sie Tag für Tag wertvolles leisten.

Liebe Grüße
Theia 🌙

Sprechenden Menschen

Wie oft sind wir in uns gekehrt oder schweigen, wenn wir doch etwas zu sagen haben?

Ein sehr erfahrener und sehr kompetenter Berater der Firma, für die ich arbeite, hat uns immer wieder gesagt: „Sprechenden Menschen kann geholfen werden.“

Wenn ich sage, was ich mir wünsche oder welche Bedürfnisse ich habe oder was mir Sorgen bereitet, dann kann mir mein Gegenüber helfen, mir zur Seite stehen und mit mir nach einer Lösung schauen.

Menschen mit einer Depression fällt dies besonders schwer, denn sie wissen manchmal nicht, was sie fühlen oder sie fühlen zu viel. Es kann helfen sich Mut zu machen und sich vorzustellen, dass ein anderer Mensch aufatmen wird, wenn er weiß wie es mir geht oder was mir vielleicht fehlt.

Im Umgang mit den Kindern ist es auch wichtig, dass man benennt was man gerade tut oder benötigt. Z.B.:

🌺 „Ich schreibe gerade Nachrichten mit einer Freundin, weil wir uns mit ihr und der Tochter zum Spielen verabreden.“
🌺 „Ich schalte jetzt noch eine Waschmaschine an und dann können wir zusammen malen.“
🌺 „Ich brauche jetzt 10 Minuten eine Pause und dann können wir zusammen Lego bauen.“

Kinder müssen nicht unsere Gedanken lesen können. Sie spüren wie es uns geht. Und wenn wir das Empfinden benennen, dann übernehmen wir wieder die Verantwortung für uns.

Auch im Berufsalltag hilft es, wenn wir kommunizieren, wenn wir zu viele Aufgaben auf einmal bewältigen müssen. Oder es hilft, wenn der Vorgesetzte weiß, dass man im Privaten gerade einen älteren Menschen pflegt und deshalb schneller gestresst ist als sonst.

Man kann über alles reden. Auch über Gutes reden wir manchmal wenig. Natürlich ist es bereichernd jemandem zu sagen, wenn man ihn mag oder was diese Person einem bedeutet oder wie genau dieser Mensch einem den Tag verschönert, nur weil er da ist.

„Sprechenden Menschen kann geholfen werden.“
Schenke Deinen Mitmenschen Deine Worte als Zeichen der Freundlichkeit, des Respekts, für Verbundenheit und ein harmonisches Miteinander.
Es vergrößert den Raum in dem wir uns miteinander bewegen, dadurch bekommen wir mehr Freiheit authentisch zu sein und das wiederum schafft mehr Nähe.

Ein wortwechselreiches Wochenende.
Liebe Grüße Theia🌙

PS: Der ein oder andere denkt jetzt vielleicht auch an das Lied: „Wenn Worte meine Sprache wärn“ von Tim Benzko 🙂