Eltern lernen in ihrer Rolle wichtige Fähigkeiten. Sie müssen sich und die Familie gut organisieren, z.B. Hausaufgaben erledigen, Kinder pünktlich zur Schule bringen oder abholen, die Bedürfnisse der Kinder stillen, für Erholung und schöne Freizeitaktivitäten sorgen, …
Eltern können nicht unendliche viele Überstunden leisten, da sie für ihre Kinder sorgen. Deshalb sind sie bei der Arbeit sehr fokussiert und erledigen ihre Aufgaben in der Regelarbeitszeit. Das bedeutet, dass sie meist sehr effektiv und effizient im Berufsalltag sind.
Ein Hoch auf alle Eltern und auf das, was sie Tag für Tag wertvolles leisten.
Wie oft sind wir in uns gekehrt oder schweigen, wenn wir doch etwas zu sagen haben?
Ein sehr erfahrener und sehr kompetenter Berater der Firma, für die ich arbeite, hat uns immer wieder gesagt: „Sprechenden Menschen kann geholfen werden.“
Wenn ich sage, was ich mir wünsche oder welche Bedürfnisse ich habe oder was mir Sorgen bereitet, dann kann mir mein Gegenüber helfen, mir zur Seite stehen und mit mir nach einer Lösung schauen.
Menschen mit einer Depression fällt dies besonders schwer, denn sie wissen manchmal nicht, was sie fühlen oder sie fühlen zu viel. Es kann helfen sich Mut zu machen und sich vorzustellen, dass ein anderer Mensch aufatmen wird, wenn er weiß wie es mir geht oder was mir vielleicht fehlt.
Im Umgang mit den Kindern ist es auch wichtig, dass man benennt was man gerade tut oder benötigt. Z.B.:
🌺 „Ich schreibe gerade Nachrichten mit einer Freundin, weil wir uns mit ihr und der Tochter zum Spielen verabreden.“ 🌺 „Ich schalte jetzt noch eine Waschmaschine an und dann können wir zusammen malen.“ 🌺 „Ich brauche jetzt 10 Minuten eine Pause und dann können wir zusammen Lego bauen.“
Kinder müssen nicht unsere Gedanken lesen können. Sie spüren wie es uns geht. Und wenn wir das Empfinden benennen, dann übernehmen wir wieder die Verantwortung für uns.
Auch im Berufsalltag hilft es, wenn wir kommunizieren, wenn wir zu viele Aufgaben auf einmal bewältigen müssen. Oder es hilft, wenn der Vorgesetzte weiß, dass man im Privaten gerade einen älteren Menschen pflegt und deshalb schneller gestresst ist als sonst.
Man kann über alles reden. Auch über Gutes reden wir manchmal wenig. Natürlich ist es bereichernd jemandem zu sagen, wenn man ihn mag oder was diese Person einem bedeutet oder wie genau dieser Mensch einem den Tag verschönert, nur weil er da ist.
„Sprechenden Menschen kann geholfen werden.“ Schenke Deinen Mitmenschen Deine Worte als Zeichen der Freundlichkeit, des Respekts, für Verbundenheit und ein harmonisches Miteinander. Es vergrößert den Raum in dem wir uns miteinander bewegen, dadurch bekommen wir mehr Freiheit authentisch zu sein und das wiederum schafft mehr Nähe.
Ein wortwechselreiches Wochenende. Liebe Grüße Theia🌙
PS: Der ein oder andere denkt jetzt vielleicht auch an das Lied: „Wenn Worte meine Sprache wärn“ von Tim Benzko 🙂
Das Puzzeln, hat eine tolle Wirkung: wir können im übertragenen Sinne damit „unsere innere Welt in Ordnung bringen“. Jedes Puzzleteil hat seinen festen Platz in dem Bild. Und diesen gilt es zu finden.
Manchmal ist es hilfreich, wenn man erst einmal kleinere Bildteile zusammenfügt, bevor es ins große Ganze passt.
Auch wenn es manchmal ein großes Durcheinander ist, hat alles seinen Platz.
Wenn ein Puzzle einmal fertig ist, kann man sich anschließend einem neuen Motiv widmen und sich noch einmal neu sortieren…
🧩 Wann hast Du zuletzt gepuzzelt?
🧩Welches Motiv war es?
🧩 Und wie viele Teile hatte es?
Es sind jetzt schon 15 Follower und 50 Beiträge bei WordPress. Darüber freue mich sehr.
Als ökologische Nische bezeichnet man bestimmte Umweltfaktoren an die sich Spezies angepasst haben. Eichhörnchen zum Beispiel siedeln sich bei einer bestimmten Temperatur, Nahrungsvorkommen und Zweigdichte an. Es gibt aber auch Gebiete, die für viele Organismen keine Lebensfähigkeit ermöglichen wie beispielsweise trockene Wüsten oder der kalte Nordpol. Hier gibt es Lebewesen, die spezielle Merkmale haben, um diese Gebiete als Lebensraum zu nutzen.
Carnegiea gigantea ist so eine Pflanze, die in der Wüste überleben kann. Dieser Kaktus kann eigene Wasserspeicher anlegen. Diese Art wird bis zu 16 Meter hoch und kann in seinem Inneren so viel Wasser speichern, dass sie ein Jahr lang davon leben kann. Kakteen haben die Blätter zu Stacheln reduziert, somit verringert sich die Oberfläche und es verdunstet weniger Wasser.
Der Nordpol in der Arktis zeichnet sich u.a. durch niedrige Temperaturen, geringe Sonneneinstrahlung, Permafrostböden und extreme Wetterereignisse aus. Dennoch haben hier bis zu 6.000 an Land lebende Tierarten ihre Heimat gefunden, da sie sich besonders gut an die Umweltfaktoren angepasst haben. Am bekanntesten mag wohl der Eisbär sein. Über sein helles Fell werden Lichstrahlen auf die schwarze Bärenhaut geleitet, welche die Wärmestrahlung aufnimmt und damit den Bärenorganismus heizt. Zwischen den Bärenzotteln wird die Luft eingeschlossen, was als Isolierschutz wirkt und so die Wärme hält.
Warum schreibe ich über die ökologische Nische? Weil es auch Menschen gibt, die nicht „ganz der Norm“ entsprechen. Menschen mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen eben eine etwas andere Art haben an Dinge heranzugehen und deshalb in ihrer individuellen Nische einen großartigen Beitrag leisten können. Zu allererst fällt mir hier Greta Thunberg ein. Sie hat das Aspergersyndrom (Autoäismus). Vermutlich hat dies dazu beigetragen, dass sie statt zur Schule zu gehen sich für den Streik zum Klimaschutz engagiert hat. Sie hat eine weltweite Bewegung (Fridays for Future) ausgelöst. Viele Menschen sind ebenfalls demonstrieren gegangen und tun es heute noch.
Menschen, die nicht sehen können, können viel besser Schmecken, Riechen und Hören. Sind sie nicht besonders gut z.B. als Parfümeuere geeignet?
Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, sind einerseits sehr feinfühlig und haben andererseits in sich eine große Energie, ja eine Kraft, gespeichert. Ihr Streben nach Sicherheit kann sie darin beflügeln gute Risk Manager zu werden. Sie sehen Gefahren viel früher und können rechtzeitig Maßnahmen einleiten.
Was ist mit Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind? Was ist unsere Stärke? Was ist unsere ökologische Nische? Ich habe einen Mann kennengelernt, der wunderschöne Gemälde gemalt hat und toll tanzen konnte. Manche sind sehr kreativ und verarbeiten ihre Gefühle und Seelenzustände auf diesem Wege. Einer hatte seinen Doktor in der Physik und hat Kurzgeschichten veröffentlicht.
Es ist für uns Betroffene nicht immer leicht. Manche Menschen, auch junge, sind berentet. Der Verlauf und die Ausprägung der Krankheit sind sehr unterschiedlich. Es gibt auch hier vielfältige Lebensstrategien.
Ich habe für mich herausgefunden, dass mir Schreiben und Fotografieren viel Freude bereiten. Es hat einen therapeutischen und heilsamen Effekt für mich. Gerne möchte ich mit meinen Worten andere Menschen berühren. Außerdem versuche ich ein wenig Licht auf das Krankheitsbild Schizophrenie zu leuchten. Beruflich bin ich in einem amerikanischen Unternehmen als innerer Dienstleister tätig. Ich kann meine Arbeit (Teilzeit) relativ frei gestalten. Das Team besteht aus studierten Kollegen, so dass respektvoll miteinander umgegangen wird.
Als die Biologieprofessorin im Hauptstudium über die ökologische Nische referierte war ich sofort sehr berührt. Plötzlich fand ich ein neues Bild, eine neue Vision für mich. Selbst wenn ich nicht der Norm entspreche, wird es einen (Arbeits-) Platz für mich geben, wo ich meinen Beitrag leisten kann. Und so ist es auch geschehen und ich arbeite nun schon über 8 Jahre in dem Unternehmen.
Falls Du gerade dabei bist Deine ökologische Nische zu (er-) finden, wünsche ich Dir viel Erfolg auf Deinem Weg. Alles Gute Theia 🌙
Bedeutung und einen Beitrag leisten wollen… … Das sind unsere Grundbedürfnisse. Deshalb gibt es hier wahrscheinlich so viele großartige Beiträge mit wertvollen Lebenstipps oder amüsierende Beiträge zur Unterhaltung oder Beiträge zum Teilen von Wissen.
Auch für mich sind diese Bedürfnisse Triebfeder für meine Beiträge.
Das Gleichnis mit dem Salz rührt aus einem Märchen: Ein König hat 3 Töchter. Jede Tochter soll ihm am nächsten Tag sagen wie wertvoll und bedeutsam ihr Vater für sie ist. Die 1. Tochter sagte, dass ihr Vater so wertvoll und bedeutsam war wie Goldmünzen. Der Vater freute sich über diese Wertschätzung. Die 2. Tochter sprach zum Vater, dass er wertvoll und bedeutsam sei wie Juwelen und Edelsteine. Auch dies schmeichelte dem König sehr. Die 3. Tochter aber äußerte, dass ihr Vater so wertvoll und bedeutsam sei wie Salz. Der König erzürnte wegen des lächerlichen Vergleichs. Er verbannte seine Tochter und all das Salz des Königreiches gleich mit ihr um zu zeigen wie wertlos dieses Salz doch war.
Als der König sein Abendmahl, sein Frühstück und auch sein Mittagsmahl verzehrte, fehlte es dem Essen an Geschmack. Er beschwerte sich beim Koch und fragte nach, was der Grund dieser Schmach war. Der Koch antwortete: werter König ihr habt all das Salz aus dem Reich verbannt, nun müsst Ihr mit diesem Geschmack vorlieb nehmen.
Da Begriff der König wie weise sein 3. Tochter doch war und holte sie und das Salz ins Königreich zurück.
Wir sind wie das Salz im Essen. Wir geben dieser Welt einen besonderen Geschmack und würzen das Leben mit unserem Sein und Wirken. Jeder leistet seinen Beitrag. Mein heutiger Beitrag ist diese nacherzählte Geschichte.
Seit einigen Wochen fahre ich stolz mit meinem eigenen Auto durch die Straßen. Es ist mein erstes Auto. Um das zu erreichen war es ein langer Prozess. Gern möchte ich Dich liebe Leserin, lieber Leser daran teilhaben lassen. Falls Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, kann Dir der Beitrag vielleicht etwas Mut machen?
Vor ca. 25 Jahren hatten mein Vater, mein Bruder und ich einen schweren Autounfall in Polen, auf dem Weg in den Urlaub an die Ostsee. Ein Auto ist uns frontal reingefahren. Mein Vater war 2 Wochen transportunfähig mit 18 Frakturen, bei mir war der Oberschenkelknochen gebrochen. Nur mein Bruder wurde mit einer gebrochenen Nase und einem großem Zeh schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der Fahrer des anderen Autos verstarb leider am Unfallort im Beisein seiner Frau und seines Kindes. Es war ein furchtbares, ja traumatisches Ereignis, was tief in der Seele sitzen würde. Doch das war mir lange nicht klar.
Mit ca. 20 Jahren hatte ich das Geld für meinen Führerschein gespart. Die Theorieprüfung bestand ich sofort. Die praktischen Fahrstunden waren etwas schwieriger. Doch Dank des einfühlsamen Fahrlehrers habe ich beim 2. Versuch auch die Fahrprüfung geschafft. Das war für mich eine extrem angespannte und stressige Prüfungssituation. Ich hatte Schweißperlen auf der Stirn. Doch damals hatte ich nicht verstanden, dass der Unfall beim Autofahren quasi immer mit an Board war.
Da ich noch zur Schule ging um das Abi zu machen, konnte ich mir kein eigenes Auto leisten. Und so hatte ich zwar einen Führerschein, aber ich konnte keine Fahrpraxis gewinnen. Je mehr Zeit verstrichen war umso mehr Angst bekam ich bei dem Gedanken selbst zu fahren.
Im Frühjahr dieses Jahres war es dann so weit, dass ich im Internet nach einer Fahrschule suchte, eine Fahrschule mit guter Bewertung fand und dort anrief. Ich wurde an einen Fahrlehrer weitergeleitet. Dieser fragte, ob ich nicht gleich vorbeikommen könne. So radelte ich zur Fahrschule und besprach meine Situation. Der Fahrlehrer machte mir Mut. Ich hatte für mich festgelegt, dass ich den Unterricht mit einem Automatikfahrzeug machen und später ein solches Auto kaufen würde. Der Fahrlehrer bestätigte meine Entscheidung und sagte, dass dies mit einem Unfall in der Vergangenheit die beste Entscheidung wäre. So musste man sich gerade am Anfang nicht auch noch auf das Schalten konzentrieren.
Der erste Fahrtermin war unglaublich nervenaufreibend. Schon als ich auf dem Fahrersitz Platz nahm raste mein Herz. Als der Fahrlehrer meinte, dass ich langsam losfahren und wenden solle, bekam ich einen riesigen Schreck. Am liebsten hätte ich die erste Fahreinheit ausschließlich sitzend auf dem Fahrersitz verbracht, ohne dass sich das Auto bewegte. Ich hatte wirklich sehr große Angst.
Nachdem wir einige ruhige Straßen mit 10km/h gefahren waren, bogen wir auf eine normale Straße ab. Auch hier war ich furchtbar aufgeregt. Doch was soll ich sagen, es klappte gut. Ich war überrascht wie man sich in so kurzer Zeit schon „freischwimmen“ konnte. Wir sind 135 Minuten gefahren. Mein Fahrlehrer kannte sich gut aus wusste, dass man schneller Erfolge erzielte, wenn man eine längere Zeit am Stück fuhr. Am Ende des ersten Fahrunterrichts tat mir unglaublich der Rücken weh. So angespannt bin ich gewesen. Mit jedem Mal wurde es besser. Ich habe sehr viel gelernt. All das Wissen kann ich jetzt immer wieder abrufen. Ich bin fasziniert.
Nach ungefähr 25 Fahrstunden meinte der Fahrlehrer, dass ich mir nun ein eigenes Auto kaufen könne. Nun ja, es war jetzt im Juni 2022 nicht die günstigste Zeit um sich ein Auto zu kaufen. Und ich kannte mich ja auch kaum aus. Zum Glück haben mir der Fahrlehrer und auch ein Kollege sehr gut geholfen. Sie gaben mir viele hilfreiche Tipps und haben sich auch mit mir Autos angeschaut. Auch meine Ma hat mir sehr geholfen. So ein Kauf eines Gebrauchtwagens ist ja eine aufregende Angelegenheit, da man viel Geld ausgibt und dem Fahrzeug nicht die gesamte Historie ansehen kann. Wenn man viele Tipps bekommt, dann muss man sie auch sortieren, welche Relevanz sie für einen und sein Anliegen haben. Ich habe viel im Internet nachgeschaut und bin auch zu Händlern gefahren und habe mir insgesamt fünf Autos angeschaut und bin sie Probegefahren. Letztlich hatte ich mich für den Privatkauf entschieden. Zwar hat man beim Händler Garantien, aber sie schlagen noch einmal ca. 1500,00 bis 2.000,00 EUR auf den Preis drauf. Was ich gelernt habe ist, dass es bei der Dekra die Möglichkeit gibt das Auto überprüfen zu lassen. Das nennt sich „Dekra Siegel“. Neben den Untersuchungen des TÜVs werden auch die Lackdicke gemessen und der Boardcomputer nach häufigen Fehlern ausgelesen.
Als das Auto vor der Tür stand, habe ich mit meinem Fahrlehrer noch einmal das Einparken geübt. Sonst hätte ich mich nicht getraut zu starten. Vor jedem Autofahren habe ich in den ersten vier Wochen große Angst gehabt. Es hat mich viel Überwindung gekostet ins Auto zu steigen und loszufahren. Auch beim Einparken hatte ich manchmal Schweißperlen auf der Stirn, weil die Parklücke manchmal sehr klein war. Ich wusste, dass ich mich jeden Tag meinen Ängsten stellen und Autofahren musste. So bekam ich die nötige Routine.
Jetzt steige ich ohne Aufregung ins Auto, aber ich mache noch einige Fehler. Doch daraus lerne ich. Übung macht den Meister! Vor kurzem bin ich zu einer Geburtstagsfeier 100km hin und zurück gefahren. Da war die Nervosität (und der Unfall) wieder an Board. Doch es hat gut geklappt und ich war sehr stolz auf mich.
Ich habe noch Respekt vor Autobahnen. Das Auffahren und die hohe Geschwindigkeit lassen mich etwas zittern. Hier werde ich noch einmal 90 oder 135 Minuten Fahrunterricht nehmen um wirklich alles zu üben: Auffahren, Abfahren zu Tankstelle, wieder Auffahren, Abfahren auf eine Raststätte und wieder Auffahren. Da ich nun mein eigenes Auto habe, wird der Fahrlehrer auch mit meinem PKW unterrichten. So bekomme ich gleich das richtige Fahrgefühl und die Sicherheit mit meinem Fahrzeug.
Jetzt bin ich bis Ende des Jahres noch alle 4 Wochen einmal bei meiner Psychotherapeutin. Als ich ihr erzählte, dass ich Fahrstunden genommen und mich auf die Suche nach einem Auto begeben habe, hat sie sich so sehr mit mir gefreut. Sie erinnerte mich daran, dass dies eins meiner großen Ziele vor ca. 3 Jahren war. Das war so eine tolle Erfahrung. Das hat so gut getan. Ein spannender Fakt ist auch, dass die Praxis meiner promovierten Therapeutin in der Nähe einer Fahrschule liegt. Jedes Mal wenn ich zu ihr gegangen bin, lief ich daran vorbei. Und sehr oft habe ich dann an meinen Wunsch gedacht irgendwann selbst ein Auto zu fahren. Mein Unterbewusstsein hat wohl jedes Mal kleine Impulse bekommen und irgendwann bewirkt, dass ich das Thema in die Hand nehme. „Niemals wird Dir ein Wunsch gegeben ohne die Kraft ihn zu verwirklichen.“ Doch auch die Therapie sowie die Familienberatung bei uns Zuhause haben mein Leben positiv verändert, so dass ich auf einmal freie Kapazitäten hatte um mich dem Thema Autofahren widmen zu können. Beim letzten Termin im August bin ich das erste Mal zur Therapie mit dem Auto gefahren. Meiner Therapeutin durfte ich es ausführlich zeigen und auch eine kleine Runde mit ihr fahren. Sie ist so cool! Ich war aufgeregt, doch dann hat es mir sehr gefallen.
Ich liebe mein Auto und genieße die Möglichkeit Ziele in kürzerer Zeit zu erreichen, bei Regen trocken anzukommen und beim Einkaufen mein Drahtesel nicht überladen zu müssen. Ich bin sehr glücklich und freue mich jeden Tag beim Einsteigen und Losfahren. Natürlich ist manchmal noch ein mulmiges Gefühl da. Natürlich mache ich noch Anfängerfehler und schwitze manchmal beim Einparken nach einem stressigen Tag. Aber insgesamt ist es solch ein Zugewinn für mich und meine Familie.
Du hast Ziele, die gerade unerreichbar scheinen? Dann lass‘ Dir sagen, dass Du alles schaffen kannst, was Du Dir wünschst. Manchmal dauert es nur eine Weile. Verliere nicht den Mut, glaube fest daran und behalte Deinen Ziel vor Augen.
Ein Wort bei dem Güte und Wohlwollen mitschwingen. Als dieses Wort einmal in einem Podcast von einem Coach und einer Schauspielerin besprochen wurde, klang in mir etwas an, was tief verdeckt war. Dieses Wort und dessen Bedeutung haben mich sehr bewegt und inspiriert. Mir wurde plötzlich klar, welche Türen mit diesem wertvollen Schlüssel geöffnet werden können. Missgunst und auch Neid können heilen und innerer Frieden kehrt ein.
Gönnen ist eine goldene Brücke zum eigenen Glück. Denn wenn ich meinem Gegenüber alles Gute gönnen kann, dann bin ich innerlich frei um ebenfalls das Gute zu empfangen.
Es ist auch wichtig sich selbst Gute Dinge zu gönnen um die eigenen Kraftreserven wieder aufzuladen, z.B. eine Pause, kreative Aktivitäten, ein warmes Bad, eine Party mit Freunden, der Besuch einer Ausstellung oder eines Konzertes, ein Spaziergang am Wasser oder im Wald, auch einmal leckeres Naschwerk genießen, ein Treffen mit der Familie, Schwimmen, Tanzen, Lachen und alles was Freude macht.
Wir sind lebende Wesen, die auch Fürsorge, Wärme, Geborgenheit und Verbundenheit brauchen und geben wollen.
Gönnen kann ein schönes Geschenk für Deine Liebsten und auch für Dich selbst sein. Gerade in Familien, wo es vieles zu erledigen gibt und für die Kinder gesorgt werden muss, ist es so wertvoll dem Partner eine Auszeit zu gönnen, in der er oder sie Dingen nachgehen kann, die ihm Freude machen, um neue Kraft zu schöpfen. Danach wird getauscht. Eine Erfrischungskur für die Liebe auf der Paarebene. Auch das Familienleben insgesamt lässt sich mehr genießen.
Es gibt besonders herausfordernde Situationen. Wie ist es z. B. wenn mein Nachbar ein neues großes Auto gekauft hat? Wie sieht es aus, wenn mein Kollege eine große Lohnerhöhung bekommen hat und ich nicht? Wie geht man damit um, wenn der Exfreund eine neue Partnerin hat und man selbst Single ist. Was passiert, wenn eine Freundin schlanker ist, schönere Kleidung trägt und im Kartenspielen immer gewinnt? Gönne es dem Anderen, dann kann dieses auch zu Dir fließen. Aber auch ein gesundes Maß an Neid kann uns zeigen, was wir uns wünschen und uns beflügeln es zu erreichen…
Was möchtest Du Dir heute gönnen? Was gönnst Du heute einem Deiner Lieblingsmenschen?
Wenn Menschen viel klagen, dann sind sie innerlich aus dem Gleichgewicht geraten. Die Nerven sind angespannt. Vieles erscheint grau und düster.
Was uns hier hilft ist ein Gegenüber, dass unsere Sachebene versteht und uns auf einfühlsame Weise zustimmt. Es gibt ja gefühlt ein Problem.
Wenn uns jemand zustimmt, dann fühlen wir uns angenommen. Wir fühlen uns mit unserem Schmerz gesehen. Unser Nervensystem kann sich beruhigen und unser Geist entspannen. Der Atem wird wieder ruhiger, es wird mehr Sauerstoff aufgenommen und dem Gehirn zugeführt. Wir können wieder neu, frisch und positiv denken.
Wenn Du den Eindruck hast, dass jemand viel klagt und den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, dann sei für ihn eine helle und wärmende Morgensonne. Nicke ihm zu. Gib seinen Sorgen einen sicheren Raum und dann beobachte, wie Dein Gegenüber darauf reagiert.
Wenn wir uns verletzlich und menschlich zeigen, kann unser Gegenüber aufatmen und auch einen Teil seiner Schutzhülle fallen lassen. Wir sind uns viel ähnlicher als wir denken. Und wir brauchen einander so sehr. Wir sind soziale Wesen. Wir sind keine Einzelgänger. Ein Telefonat mit der Familie oder einem Freund kann unsere Sorgen und Ängste lösen. Es stärkt uns und hilft uns dabei uns weiter zu „ent-wickeln“. Freunde, Familie, Bekannte, Nachbarn oder Kollegen sind unsere Booster für unser Wohlbefinden.
Doch es schreibt sich so leicht und ist für mich selbst auch schwer umzusetzen. Ich hatte ein kindfreies Wochenende und hätte mich mit einer Freundin zum Spaziergang verabreden oder meine Mutter im Garten besuchen können. Das Wetter war ja sonnig einladend. Doch ich habe mich lieber mit einer Decke auf dem Sofa eingekuschelt und mir „Sissi“ angeschaut.
Es fällt mir immer schwerer meine „Sonnenscheinmaske“ aufzusetzen, also im übertragenen Sinne. Ich bin darin geübt nach Außen stark, fröhlich und selbstsicher zu wirken, dass ich kaum ohne diese Attribute aus dem Haus gehe. Es ist anstrengend. Es fühlt sich an wie harte Arbeit. Und doch traue ich mich kaum mich verletzlich zu zeigen, zu sagen, dass ich erschöpft bin, dass ich manchmal nicht weiter weiß.
Ich nehme diesen Beitrag als Erinnerung für mich selbst, auch meine sensiblen Seiten zu zeigen, um mir die Chance zu geben, korrigierende Erfahrungen zu machen.
💠 Vielleicht fühlt es sich gar nicht so schlimm an.
💠 Vielleicht können wirklich Menschen in meinem Umfeld aufatmen und sich damit selbst weniger unter Druck setzen immer „hell scheinen“ zu müssen.
💠 Vielleicht kann dadurch mehr Nähe entstehen?
Das wäre so schön.
Wie geht es Dir? Willst Du dieses Experiment ebenfalls wagen?